So machst du erfolgreiche Pressearbeit

Pressearbeit

Am 05.08. war ich Teilnehmer im Webinar „Wie du guten Content erfolgreich Journalisten pitchst“ von Lars Budde (T3N). Die wichtigsten Insights zur Pressearbeit bekommt ihr von mir in Form dieses Artikels. Wer sich die Webinar-Aufzeichnung ansehen möchte, kann dies kostenlos unter online-marketing-tag.de gegen eine Registrierung tun.

Die richtige Ansprache der Redakteure

Lars Budde war selbst eine ganze Weile in der Redaktion bei T3N tätig und konnte daher ganz gut vermitteln, wie der Alltag in einer solchen Redaktion aussieht. Das Verständnis dafür ist wichtig, um zu wissen wie man einen Redakteur am besten ansprechen kann. Redakteure erhalten täglich hunderte bis tausende Pressemitteilungen und E-Mails. Binnen kürzester Zeit müssen sie prüfen, ob eine Meldung für ihre Zielgruppe relevant ist oder nicht. Auch der Absender und die Beziehung des Redakteurs zu ihm spielen beim Aussortieren eine sehr große Rolle (mehr dazu weiter unten).

Alternativ zur E-Mail kann man einen Redakteur auch per Telefon erreichen – kann…sollte man jedoch nicht, es sei denn es ist ein guter Buddy und man hat eine wirklich wichtige Information für ihn. Es ist schon schwierig, überhaupt vom Empfang in die Redaktion durchgestellt zu werden, wenn das jedoch geschieht, muss man sich bewusst machen, dass man den Redakteur immer aus seiner Arbeit herausreißt und er durch Telefonate ebenso sein Team im Großraumbüro ablenkt. Produktivität ist in einer Redaktion enorm wichtig. Telefonate sind daher verständlicherweise ungern gesehen.

Du solltest es also via E-Mail versuchen, da der Redakteur dann selbst entscheiden kann, wann er sich die Zeit nimmt, sie zu lesen. Man unterbricht ihn damit nicht in seinem Workflow.

Für diese E-Mails gibt es ein paar Tipps:

  • knackiger Betreff
  • kurze E-Mails
  • wenig Leertext (Kein Bla Bla)
  • besonderer Trigger (z.B. Exklusivmeldung)
  • nutze den Anhang (anstatt alles in die E-Mail zu schreiben

2 Beispiele für gut formulierte E-Mails:
Beispiel: Gut formulierte E-Mail

Noch ein Beispiel

Wenn es auf eine versendete E-Mail oder Pressemitteilung mal keine Reaktion gibt, stellt sich häufig die Frage, wie nun verfahren wird. Gleich vorweg: Auf keinen Fall in der Redaktion anrufen und fragen, ob die Pressemitteilung angekommen sei. Das kommt häufiger vor, als man denken möge, bringt jedoch gar nichts.

Was hilft: Geh noch einmal in dich und überlege dir, ob der Inhalt wirklich gut war und ob du selbst an seiner Stelle darüber berichten würdest. Überlege dir außerdem (eigentlich solltest du das zu Beginn schon gemacht haben), ob der Redakteur auch dein richtiger Ansprechpartner dafür ist. Sofern beides mit „Ja“ beantwortet werden kann, kannst du nochmal freundlich (!) nachhaken. Entweder schickst du eine kurze E-Mail oder du versuchst es über einen anderen Kanal. Hier bieten sich Social Media Kanäle wie Twitter, Facebook oder Xing an. Jeder Mensch hat dabei seine eigene Präferenz, gerade Facebook nutzen Viele auch nur privat. In jedem Fall sollte auch über Social Media der Hinweis kurz sein und mit Verweis auf die Pressemitteilung.

Relevante Inhalte

Gute Inhalte die spannend genug sind, um darüber zu berichten, sind ein ganz wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Pressearbeit. Das Stichwort ist hier „Relevanz“. Im Grunde gibt es zwei unterschiedliche Ziele, die man fokussieren sollte: Die Redaktionsziele (gute Inhalte für die Nutzer veröffentlichen; hohe Klickzahlen; Aufmerksamkeit und Reichweite in der Zielgruppe…) und die persönlichen Ziele des Redakteurs (z.B. Steigerung der Bekanntheit; Status; Artikelfrequenz). Versuche dein Thema mit diesen Zielen zu matchen und wenn es Schnittmengen gibt, dann teile sie dem Redakteur in der Ansprache mit.

Die zentrale Frage für dich sollte immer sein:

Wie viel Prozent der Leser meines Adressaten (Redakteur) wollen diese Neuigkeit wirklich lesen?

Wähle daher die richtigen Redakteure durch gezieltes Targeting aus und kommuniziere persönlich mit ihnen. Je interessanter die Meldung für die Leserschaft, desto höher die Chance auf Veröffentlichung.

Diese Inhalte gibt es

Im Rahmen der Pressearbeit lassen sich Inhalte für T3N (in diesem Beispiel) in 3 Gruppen aufteilen:

  • Neuigkeiten (Updates, Übernahmen, Personal)
  • Außergewöhnliche Inhalte (Infografiken, Whitepaper, E-Books)
  • Gastartikel

Infografiken laufen nach wie vor sehr gut, da sie Inhalte leicht verständlich und geordnet wiedergeben. Außerdem kann ein Redakteur in kürzester Zeit zu einer Infografik einen Artikel verfassen, die Grafik einbinden und ihn veröffentlichen. Das ist ein großer Bonus auf die persönlichen Ziele des Redakteurs (Wenn sein internes Ziel das Verfassen von x Artikeln / Woche ist).

Gastartikel sind für Redaktionen ebenso mit vergleichsweise wenig Aufwand verbunden und für viele Magazine sehr wichtig. Es ist gerade zu Beginn ein sehr guter Dooropener, für ein Magazin zunächst einen Gastartikel zu verfassen um eine Beziehung zu einem Redakteur aufzubauen. Die Wahrscheinlichkeit, dass er auf relevante Pressemitteilungen in Zukunft eher reagiert, steigt dadurch um ein Vielfaches!

Aufbau eines eigenen individuellen Presseverteilers

Es gibt auch heute noch ausreichend Dienste, die eine Pressemitteilung an 80.000 Redaktionen für 30 Euro versenden. In fast allen Fällen ist das jedoch verschenkte Zeit (und Geld). Bau dir für deine tägliche Pressearbeit besser einen individuellen Verteiler für deine Branche auf. Der wird am Ende vielleicht nur 30, 50 oder 100 Adressen enthalten – diese sind jedoch hochrelevant.

Überlege dir im nächsten Schritt, wie du zu den Redakteuren eine Beziehung aufbauen kannst. Unterteile die Redakteure dafür in Klassen und beginne mit den Wichtigsten. Frag sie an, ob du bei ihnen Gastartikel veröffentlichen darfst und biete Ihnen Informationen und Hilfe an. Wenn du in positiver Erinnerung bleibst, steigt die Chance auf eine Erwähnung deines Unternehmens, wenn du das nächste Mal an sie heran trittst.

Du hast noch weitere Tipps für die tägliche Pressearbeit? Dann schreib sie in die Kommentare!

 

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Über den Autor

Patrick

Ich bin der Gründer der Startup Akademie und seit 2004 im Online Marketing unterwegs. Seitdem hab ich über 300 Projekte mit aufgebaut und betreut. Meine Erfahrungen teile ich hier mit anderen Gründern und Marketern. Du brauchst ein Coaching im Online Marketing? Hier kannst du mich buchen!

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