3 Quellen für Trust-Links, die richtig knallen

Seit dem letzten Update wurde in der SEO-Szene alles auf den Kopf gestellt und ich denke auch dem letzten SEO sollte nun klar geworden sein, dass die Qualität der einzelnen Backlinks und deren „Natürlichkeit“ immer weiter in den Fokus rückt. In diesem Artikel möchte ich einmal auf 3 Quellen hinweisen, aus denen man mit etwas Geschick richtig fette Links abziehen kann.

1) Links von Verbraucherschutz-Zentralen

Jedes Bundesland betreibt seine eigene Verbraucherschutz-Webseite (z.B. vz-nrw.de oder verbraucherzentrale-bayern.de). Die tagesaktuellen Artikel werden in Form von „News“ auf der Startseite veröffentlicht. Bei überregionalen News erscheinen sie häufig auf allen Domains der Verbraucherschutzzentralen, bei regionalen News nur auf der jeweiligen Seite der ansässigen Zentrale. Viele dieser News beinhalten keine Links, in einigen Fällen wird jedoch auch auf externe Webseiten verlinkt. Ich hab sehr viele News der Verbraucherschutz-Zentralen untersucht und hier bisher nur externe Links zu Webseiten gefunden, die ebenfalls der Verbraucherschutz-Zentrale angehören, von staatlichen Institutionen oder Vereinen, die Gemeinnützigkeit verkörpert und kein finanzielles Interesse. Das bedeutet, dass hier sehr stark ausgesiebt wird – wahrscheinlich auch deshalb, weil hinter den verlinkten Quellen ein hohes Maß an Seriosität stecken muss.

Um hier einen Link zu bekommen, benötigt man definitiv ein Umfeld, dass absolut frei von kommerziellen Gedanken ist und so hochgradig verlinkenswert, dass es in einem einzelnen Artikel bei der Verbraucherschutz-Zentrale nicht dargestellt, sondern nur angerissen werden kann.
Man muss hier die grauen Zellen schon sehr anstrengen, damit man eine Möglichkeit findet, verlinkt zu werden. Sinnvoll ist es sicherlich, dafür eine separates Projekt zu erstellen, dass frei von kommerziellen Gedanken ist. Der 10. Stromvergleich wird von den Verbraucherschützern sicherlich nicht verlinkt, auch wenn die dafür erstellte Studie noch so interessant sein mag.

Du selbst kannst am Ende davon profitieren, indem du später (!) dein Hauptprojekt von dem neuen Projekt verlinkst. Damit gibst du den Trust indirekt und abgeschwächt weiter, aber 301er sind mitlerweile out 😉

Der Weg ist insgesamt sehr mühsam und es bedarf sehr viel Feingefühl, wenn du im Kontakt mit der Zentrale bist, mit der Bitte, dich bei dem „Projekt“ zu unterstützen und es den Menschen zugänglich zu machen (über eine News bei der Verbraucherschutz-Zentrale), aber wenn du es geschafft hast, bekommst du Links, die deine Konkurrenz nicht bekommt 😉

Nur am Rande: Einfach nur eine Pressemeldung zu versenden, ist genau in diesem Fall definitiv zu wenig!

2) Links von Unis mit Hilfe von Stellenanzeigen

Diesen Tipp hab ich vor einiger Zeit auch schon auf SEO-Scene.de gesehen, da ich die Erfahrungen jedoch selbst auch gemacht hab, möchte ich sie ebenfalls teilen und an dieser Stelle mit aufführen.

Uniseiten haben in der Regel einen sehr großen Trust und sind eine ideale Quelle für Backlinks – doch wie bekommen? Ganz einfach: Mit einer Stellenanzeige. Ich setze an der Stelle einmal voraus, dass man einen Werkstudenten (w/m) für den Bereich Content sucht. Dazu erstellt man einfach eine Stellenanzeige im Text-und PDF-Format (je nach Uni gibt es andere Anforderungen) und platziert darin an einer passenden Stelle einen Link zur „Firmenseite“. Diese Stellenanzeige reicht man bei der betreffenden Uni ein und wartet auf die Veröffentlichung.

Was man hierbei beachten sollte:
– Homeoffice-Job ist besser geeignet, da man sich dann bundesweit an Unis wenden kann
– auf die individuellen Anforderungen beim Einstellen des Stellenangebotes achten
– keine unnatürlichen Keyword-Anchortexte nutzen – die Leute an den Unis leben auch nicht hinter dem Mond

Eine ausführliche Liste an Unis findet man im Beitrag von SEO-Scene.de. Ansonsten liefert auch die Suchanfrage stellenangebote + „inurl:uni-„ sehr nützliche Treffer bei Google.

3) Links von Museen

Auch Museen haben teilweise sehr viele Backlinks und ordentlich Dampf. Wenn man sich die verschiedenen Museums-Webseiten anschaut, findet man häufig Gemeinsamkeiten, wie den News-Bereich. Den kann man genauso, wie bei den Verbraucherschutz-Zentralen angehen, allerdings mit dem Vorteil, dass hier schon etwas häufiger extern verlinkt wird. Auch hier muss man jedoch wieder ein absolut nicht-kommerzielles Umfeld bieten und in diesem Fall sich stark an den Inhalten der Museen orientieren, ansonsten hat man keine Chance.

Möglich wäre es, dass man sich einen Bereich herauspickt – z.b. Kunstausstellungen / Kunstmuseen in Berlin und hierfür einen Guide für Rollstuhlfahrer herausgibt. Das wäre eine verlinkenswerte Quelle für die Kunstmuseen. Man könnte auch die barrierefreien Museen einer Stadt zusammenstellen und aufbereiten – das sind alles Möglichkeiten, mit denen man spielen kann. Auch hier erzeugt man wieder indirekte Links, die jedoch sehr stark sein können und die der Konkurrent nicht so einfach bekommt.

Eine wirklich beispielhafte Seite ist die vom Deutsch Historischen Museum. Mit einem Sistrix-Sichtbarkeitsindex von 16,92 und 213.763 Backlinks, davon 4.366 unterschiedliche Class-C Backlinks sollte jedem die Stärke eines solchen Backlinks bewusst sein.

Schlusswort

Gerade Variante 1 und 3 sind wirklich zeit-und kostenintensiv. So kann es durchaus mehrere tausend Euro verschlingen, bis ein solches Projekt fertig ist, bis die Kommunikation erfolgreich war und es verlinkt wird, allerdings sind die Links extrem wertvoll. Wenn man gute Pressearbeit betreibt oder eine fähige PR-Agentur beauftragt hat, hat man damit auch direkt einen tollen Aufhänger, der es in die breite Medienwelt schaffen und durch diese Multiplikatoren noch viele weitere Backlinks erzeugen kann – DAS ist natürliches Linkwachstum!

 

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Über den Autor

Patrick

Ich bin der Gründer der Startup Akademie und seit 2004 im Online Marketing unterwegs. Seitdem hab ich über 300 Projekte mit aufgebaut und betreut. Meine Erfahrungen teile ich hier mit anderen Gründern und Marketern. Du brauchst ein Coaching im Online Marketing? Hier kannst du mich buchen!

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