Was ist „True Native Advertising“?

Native Advertising ist eines der Buzzwords der letzten Monate. Aus den USA hört man schwindelerregende Zahlen von 100.000$ und mehr für eine native Integration auf Buzzfeed und auch hier in Deutschland gehen die Zahlen für besonders komplexe Brand Storys auch schon mal gern in den sechsstelligen Bereich. Daneben gibt es aber auch noch eine ganze Reihe an Werbeformaten, die sich ebenfalls ins Native Advertising einordnen wollen und deutlich weniger Initialkosten mit sich bringen. Dazu zählen zum Beispiel Bild-Text Anzeigen von Outbrain, Taboola oder Plista, die man bisher schon ganz einfach über Self-booking Tools aufsetzen, optimieren und steuern kann. Doch ist das wirklich Native Advertising?

Abgrenzungen zu Bild-Text Anzeigen

Der Anbieter Plista wirbt zum Beispiel mit dem Startseiten-Teaser „Native Advertising, powered by data.“ – sie verstehen ihre Werbeform also ganz klar als Native Advertising. Dabei geht es eigentlich nur um eine Bild-Text Anzeige, über die man nach einem Klick zum Advertiser geleitet wird. Wenn man es ganz einfach formulieren will: Ein Bannerformat, dass sich der Seite anpasst. Durch die Integration des Teasers zwischen eigenen ähnlichen Artikeln, findet die Einbindung gewissermaßen schon nativ statt. Es folgt jedoch immer ein starker Bruch, wenn der User nach dem Klick auf eine externe Seite weitergeleitet wird, denn bei einer nativen Integration erwartet man eigentlich Content auf der jeweiligen Publisher-Seite. Aus Sicht der User-Experience leider wirklich schlecht.

Beispiel für eine Bild-Text Anzeige:
Beispiel für eine Bild-Text Anzeige

An dieser Stelle kommt „True Native Advertising“ ins Spiel: Man will so eine klare Abgrenzung zu eben diesen Bild-Text Anzeigen schaffen. Beim True Native Advertising handelt es sich um eine komplette Content-Integration auf der Publisher-Seite. Wir haben also wieder einen Teaser mit Text und Bild im Look&Feel der Publisherseite, der User wird nach dem Klicken auf den Teaser jedoch nicht auf eine externe Webseite geleitet, sondern auf die Content-Integration des Advertisers beim Publisher. Als User erhalte ich also das was ich auch erwarte: Einen Artikel auf der Webseite, auf der ich mich eh schon befinde. Es findet kein Bruch statt, keine Irritation und genau das sollte man in der Verweildauer und Scrolltiefe innerhalb des Contents messen und belegen können. Ganz wichtig ist natürlich trotzdem die Kennzeichnung als „Werbung“. Den User will und darf man schließlich nicht in die Irre führen.

Das „True“ macht ebenfalls die Authentizität aus: Der Content muss immer in Zusammenarbeit zwischen Advertiser/Agentur und Publisher entstehen. Erst dann wird er authentisch und von den Usern angenommen. Jedes Magazin hat seine Stammleser, das einen gewissen Stil gewöhnt ist. Diesen Stil sollte man nicht brechen, sondern aufnehmen. Dann wirkt der Content authentisch und es lassen sich hervorragende Ergebnisse erzielen.

 

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Über den Autor

Patrick

Ich bin der Gründer der Startup Akademie und seit 2004 im Online Marketing unterwegs. Seitdem hab ich über 300 Projekte mit aufgebaut und betreut. Meine Erfahrungen teile ich hier mit anderen Gründern und Marketern. Du brauchst ein Coaching im Online Marketing? Hier kannst du mich buchen!

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