Wie man seine Facebook-Fans derzeit enorm boosten kann…

In den letzten 12 Monaten hab ich mich sehr intensiv mit Facebook befasst und dabei viele interessante und kuriose Dinge erlebt. Eine Sache, die mich in letzter Zeit wirklich sehr irritiert und aufgeregt hat, war eine äußerst zwielichtige Methode, dem Fanwachstum einer Facebookseite auf die Sprünge zu helfen – und nein, es geht hier nicht um gekaufte Fans. Ein Konkurrent hat damit seine „Fans“ auf über 1 Mio. aufgeplustert und nutzt diese Größe nun pressetechnisch vorteilhaft aus – wettbewerbsrechtlich absolut indiskutabel. Auf diesen Fall möchte ich an der Stelle auch nicht weiter eingehen, aber ich möchte die Schwachstelle einmal anhand eines Beispiels aufzeigen.

Das Prinzip in der Theorie

Man nutzt dabei die Funktion aus, dass man Facebook-Seiten zusammenführen kann. Facebook drückt die Bedingungen so aus: „Du kannst von dir verwaltete Seiten zusammenführen, wenn sie ähnliche Namen haben und die gleiche Sache repräsentieren. Die Gefällt mir-Klicks und Besuche dieser Seiten werden dann zusammengebracht.“

Facebook gibt auch gleich 3 Beispiele mit auf den Weg, welche Seiten man zusammenführen kann:
1) „BodyArt Anne Huber“ zu „Body Art Anne Huber“
2) „Chris‘ Cupcakes – Berlin“ zu „Chris‘ Cupcakes“
3) „Fotografie by Kat“ zu „Fotografie by Kat Kamera“

Sinnvoll ist diese Funktion zum Beispiel, wenn man mehrere internationale Seiten zusammenführen möchte.

fanboost

Fans boosten: Möglichkeit 1

Um das Ganze etwas praxisnah zu erklären, gehe ich davon aus, dass wir ein Shop für Tiernahrung mit dem Namen „Schnuffonline“ sind und bei Facebook 5.000 Fans haben.

Nun gehen wir einfach zu eBay und kaufen dort eine der Facebook-Seiten, die dort jede Woche aufs Neue angeboten werden (mit meist 10.000 – 100.000 Fans). Das Ganze kostet uns vielleicht 500€, Preise können natürlich nach oben und unten variieren, und wir bekommen dafür eine Seite mit 50.000 Fans. Diese Seite benennen wir nach dem Kauf um, z.B. in „Schnuffonline Bilder“. Ganz wichtig ist, dass man hier ganz klar erkennen muss, dass die Seite zu unserem Onlineshop gehört, indem wir die Brand aufgreifen.

Nun postet man im Folgenden eine ganze Zeit lang ähnlichen und identischen Content, wie auf unserer Shop-Facebook Page. Den Fans wird das vielleicht weniger gefallen, weil sie die Seite eigentlich aus einem anderen Grund geliked haben, aber darum geht es hier nicht.

Nach einer gewissen Zeit stellen wir bei Facebook einen Antrag zum Zusammenlegen der Seiten und warten ab. In Kürze wird dann unsere Seite „Schnuffonline“ 55.000 Fans (abzgl. Überschneidungen) haben. Wichtig ist wirklich nur, dass der Bearbeiter bei Facebook davon ausgeht, dass es sich um 2 Seiten mit dem gleichen Inhalt und der gleichen Marke handelt.

Anmerkung: Facebookseiten zu kaufen, verstößt gegen die Facebook-Richtlinien. Auch wenn eh kein Hahn danach kräht, möchte ich das an der Stelle einmal erwähnen.

Fans boosten: Möglichkeit 2

Gleiches Szenario, in diesem Fall starten wir die 2. Facebook-Seite jedoch neu und kaufen sie nicht. Es wird einfach eine Seite, auf der wir täglich lustige Hundebilder posten. Für diese Seite kann man nun in der Zielgruppe der Hundeliebhaber sehr kostengünstig Werbung schalten.

Beispiel für eine solche Anzeige: „Klick Gefällt mir, wenn du Labradore magst“ + ein Bild eines Labradors und diese Werbung in die Zielgruppe „Labrador“ schalten.

Wenn man dies mit genügend Zielgruppen und zum Beispiel auch noch mit einer Katzenseite durchführt, kann man schnell auch 30-40.000 Fans einsammeln (kostet aber etwas mehr, als die Möglichkeit 1).

Auch hier stellt man dann im Folgenden einfach einen Antrag, die Seiten zusammen zu führen. Vorteil bei dieser Methode: Die Fans sind auch direkt die Zielgruppe, damit auch potenzielle Käufer und man könnte wirklich auch einen Umsatz daraus generieren.

Meine Meinung dazu

Ich hoffe grundsätzlich, dass Facebook hier in Zukunft genauer hinsieht und das Problem nicht mehr auftritt bzw. dann schneller reagieren kann und das Ganze mit Penaltys ahndet. Würde die Konkurrenz nicht genau hinsehen, hätte Facebook im eingangs genannten Fall das Problem gar nicht bemerkt. Wer also unter dem Radar schwimmt und es nicht so dreist übertreibt, kann damit echt durchkommen.

 

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Über den Autor

Patrick

Ich bin der Gründer der Startup Akademie und seit 2004 im Online Marketing unterwegs. Seitdem hab ich über 300 Projekte mit aufgebaut und betreut. Meine Erfahrungen teile ich hier mit anderen Gründern und Marketern. Du brauchst ein Coaching im Online Marketing? Hier kannst du mich buchen!

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