Wie man die 20%-Regel in Facebook Ads umgehen kann

Jeder der mit Facebook Ads arbeitet, wird früher oder später mit der 20% Text-Regel zu tun haben. Mir hat diese Regel schon das ein oder andere graue Haar beschert, aber genau dann wird man kreativ und probiert verschiedene Dinge aus 😉

So prüfst du deine Bilder auf die 20% Regel

Facebook bietet hierfür ein eigenes Rastertool, in das du deine Anzeigenbilder hochladen kannst. Das Bild wird dann in 25 gleich große Kacheln aufgeteilt. Du markierst nun einfach alle Kacheln, in denen sich Text befindet und siehst dann direkt, wieviel Prozent Text dein Bild beinhaltet.

Das Ganze sieht dann zum Beispiel so aus:
fbgrid1

36% Text sind genau 16% zu viel – also müssen wir uns nun überlegen, wie wir den Text so umpositionieren, dass nur 20% (5) der Kacheln belegt werden. Wenn man den Text nun so anordnet, wie in Bild 2, kommt man auf die 20% Textanteil, obwohl der Text an sich genau derselbe ist. Das Problem ist eben, dass jedes Creative von Facebook zunächst beim Upload automatisch gegengeprüft wird und das anhand dieses Rasters geschieht. Wenn man die Texte nun hin und herschiebt, kommt man häufig schon ans Ziel. Wer seinen Text ungünstig platziert, kann so auch schnell zu viele Kacheln belegen. Wenn man den Text ein paar Pixel verschiebt, kann es schon ausreichend sein, um den Textanteil auf unter 20% zu minimieren.

fbgrid2

Das ist bis jetzt noch keine Rocket Science, sondern eher der erste naheliegende Schritt. In Zukunft wirst du das bei der Erstellung von Creatives aber schon in Vorfeld berücksichtigen und nutzt das Rastertool nur noch zum Gegenchecken.

Das Spannende kommt nun

Es gibt bei der 20% Regel eine Ausnahme und die betrifft Produktbilder: Wenn es sich um Fotos von echten Produkten handelt oder Fotos eines Produkts, das vor einem Studiohintergrund aufgenommen wurde, fällt der Text auf diesen Produkten nicht unter die 20% Regel. Wichtig ist auch, dass der Text nicht nachträglich auf das Produkt gelegt wurde, sondern tatsächlich dazu gehört. Wenn es sich jedoch um eine Zoom-Aufnahme handelt, die das Logo in den Vordergrund rückt, greift die 20% Regel doch wieder.

Original-Auszug von Facebook:

What are „product shots“?
1. Real photos of products in real situations (e.g., the can of Red Bull on the dashboard)
2. Images of product shots created in a studio or superimposed on alternate backgrounds (e.g., the threecans of Red Bull with the white background)
3. Photo of a product where the image is zoomed in just to promote the logo or brand or is not a clearproduct shot must meet the 20% rule

Zulässiges Beispiel:
redbull-beispiel

Was kann man daraus ableiten?

Es gibt einige Produktkategorien, für die das sehr spannend ist: Wenn man Bücher, E-Books oder CDs bewirbt, kann man sie komplett darstellen, ohne dass die 20% Regel greift. Wichtig ist nur, dass man die Artikel komplett darstellt. Das gilt ebenso für alle anderen Produkte, egal für welchen Bereich – sogar für gebrandete Einkaufstüten, die man so riesig und mit einer Werbebotschaft darstellen könnte. Die Kollegen, die über Facebook T-Shirts verkaufen können das ebenso nutzen, sofern es sich um echte Produktbilder handelt und der Text nicht einfach über das Shirt gelegt wurde – wobei es hier wahrscheinlich auf die Umsetzung und Laune des Policy-Teams ankommt.

 

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Über den Autor

Patrick

Ich bin der Gründer der Startup Akademie und seit 2004 im Online Marketing unterwegs. Seitdem hab ich über 300 Projekte mit aufgebaut und betreut. Meine Erfahrungen teile ich hier mit anderen Gründern und Marketern. Du brauchst ein Coaching im Online Marketing? Hier kannst du mich buchen!

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