12 geniale Tipps für bessere Facebook-Ads

Aus meiner Erfahrung mit Facebook Ads hab ich euch nun eine Liste mit den 12 wichtigsten Tipps zusammengestellt. Damit kann man sicher schon eine ganze Menge an seinen Kampagnen optimieren. Habt ihr Ergänzungen oder Hinweise? Dann schreibt mir einfach einen Kommentar 🙂

1) Aus jeder Anzeige ein Learning ableiten

Meiner Meinung nach sollte man sich das immer wieder vor Augen halten: Aus jeder neuen Anzeige, die man anlegt, sollte man ein Learning ableiten können. Schaltet die Anzeigen also bewusst und seid euch im Vorfeld schon klar darüber, was das Learning bei dieser Anzeige sein könnte. Entweder weiß man, dass eine bestimmte Handlungsaufforderung besser funktioniert, eine bestimmte Alterszielgruppe stärker klickt, oder dass das Bild einer jungen Frau besser performt, als das von einer 20 Jahre älteren Frau. Die Ergebnisse sollte man in einem Kampagnen-Logbuch (Excel oder auf Papier) festhalten, um später wieder darauf zurückgreifen zu können – manche Dinge vergisst man sonst einfach irgendwann.

2) Auswahl der Anzeigenposition

Man kann mittlerweile aus 3 Anzeigenpositionen wählen: Desktop im Newsfeed, Desktop rechte Spalte, Mobile Newsfeed. Macht euch hier einfach Gedanken, wieviel Platz ihr für eure Botschaft braucht, wo ihr die User am besten erreicht und was für euer Produkt sinnvoll ist. Ihr habt kein vernünftiges Responsive Design oder die User können über ein Handy nicht in eurem Shop einkaufen? Dann streicht gleich den Mobile Newsfeed, denn das Geld wär nur verschenkt.

3) Zielgruppe so gut es geht eingrenzen

Schaltet nicht eine Anzeige in einer zu allgemeinen Zielgruppe, sondern grenzt die Zielgruppen immer sinnvoll ein. Dieser Tipp steht im Zusammenhang mit Tipp 1 – legt z.B. 4 Anzeigen mit unterschiedlichen Alterszielgruppen an (18-25, 26-35, 35-45, 46-60 Jahre), so seht ihr ganz schnell, welche Alterszielgruppen am Besten für die Anzeige performen. Achtet dabei darauf, immer nur einen Parameter zu verändern, da die Aussagekraft ansonsten fehlt!

4) Bilder sind grundsätzlich sehr wichtig!

Ihr solltet bei jeder Anzeige Bilder verwenden. Reine Textanzeigen gehen im sehr undurchsichtigen Newsfeed einfach unter und werden dann mit zu geringer Klickrate und entsprechend hohen Kosten geahndet.

5) Pro Kampagne min. 2 Anzeigen mit unterschiedlichen Bildern oder Texten

Auch dieser Tipp steht im Zusammenhang mit Tipp 1: Testet bei euren Anzeigen ruhig unterschiedliche Bilder und Texte. Gerade wenn die Anzeigen schon eine Weile in einer bestimmten Zielgruppe laufen, stellt sich eine Gewöhnung ein. Ein Wechsel der Anzeigenbilder kann hier direkt frischen Wind reinbringen und die CTR steigen lassen. Beim Start der Kampagne solltet ihr auch direkt min. 2 Bilder und/oder Texte anlegen (je nach Kampagnenbudget auch gern deutlich mehr).

6) Call-to-Action im Bild oder Text

Die Leute wollen gern an die Hand genommen werden und eine klare Anweisung bekommen, was sie tun sollen. Ein klarer Call-to-Action kann daher das Ziel eurer Kampagne deutlich unterstützen. Beispiele wären: „Werde jetzt Fan…“, „Sicher dir jetzt den Gutschein…“, „Nimm jetzt am Gewinnspiel teil…“, „Sag uns, was…“.

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7) Bilder mit Menschen verwenden

Menschen haben auf andere Menschen immer eine emotionale Wirkung und wir schauen uns andere Menschen gern an. Nutzt als Anzeigenbild am Besten ein Bild mit einer oder mehreren Personen. Je nach Zielgruppe sollte man sich Gedanken machen, welche Person(en) man abbildet. Beispiele wären: hübsche Frau für eine Singlebörse mit Zielgruppe Männer; Frau mit Baby auf dem Arm für Babynahrung; muskelbepackter Mann, oberkörperfrei für Muskelaufbaupräparate für Männer. Vermeidet am besten die typischen gestellten Stockimages – viele davon sind schon bekannt und wirken einfach lame.

8) Video Play-Button über das Bild legen

Videos sind bei den Facebook-Usern generell extrem beliebt. Man kann allerdings auch einfach z.B. einen Youtube Play-Button über ein Bild legen. Das simuliert dem User, dass ein Video startet, sobald er auf das Bild klickt. Stattdessen wird er dann jedoch auf eure Seite weitergeleitet.

Vorteil: Es steigert die CTR ungemein und dadurch sinkt bei Anzeigen der effektive Klickpreis.

Nachteil: Der User wird in gewisser Weise natürlich geblendet, da er ein Video erwartet und stattdessen auf eine Webseite geleitet wird. Ihr solltet hier auch tatsächlich ein Video anbieten, ansonsten könnte es sich schlecht auf die User Experience auswirken.

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9) Mit roten Pfeilen und Kreisen arbeiten

Rote Pfeile und Kreise (siehe Screenshot) sind noch gar nicht so lange bei Facebook zu finden, der Trend hat sich erst in letzter Zeit mit Heftig.co in Deutschland etabliert und ist natürlich ein super Eye-Catcher. Damit deutet ihr einfach auf ein wichtiges Detail im Bild hin. Häufig wird es so eingesetzt, dass auf etwas gezeigt wird, was man als User kaum erkennen kann. Der Klick auf die Anzeige erfolgt dann aus der gestiegenen Neugierde heraus, weil man wissen möchte, um was es geht. Macht auf jeden Fall Sinn und kann die CTR steigern – setzt es aber nicht im Überfluss ein und nur da, wo es Sinn macht.

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10) Die Headline ist das Wichtigste!

Spätestens nachdem Heftig.co in Deutschland so enorm Fahrt aufgenommen hat, sollte jedem klar sein, wie wichtig Headlines sind. Ein vergleichbares Konzept nutzt Upworthy.com im US-Raum – hier entwerfen die Redakteure bis zu 25 Headlines pro Artikel und der Redaktionsleiter entscheidet sich dann für die Beste. „Eine gute Überschrift kann den Unterschied zwischen 1.000 Views und 1 Million Views machen“, sagte Upworthy-Gründer Eli Pariser – daran kann man das große Potenzial schon sichtbar machen.

Die Headline sollte knackig sein und Lust auf mehr machen. Verratet nicht zu viel, seid aber auch nicht irreführend. Die Headlines bei Heftig.co sind sehr klickstark und durchoptimiert, allerdings halten sie oft auch nicht, was sie versprechen. Sobald der User mehrfach enttäuscht ist, wird es nächstes Mal vielleicht nicht mehr klicken, daher mein Rat: Übertreibt es nicht.

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11) Mit hohem CPC oder OCPM starten

Wenn man eine Kampagne anlegt, kann man sich aussuchen, ob man auf Klick-oder View-Basis zahlt. Wählt man den CPC aus, bekommt man von Facebook ein Vorschlagsgebot genannt, welches in einer bestimmten Range liegt (z.B. 25-45 Cent pro Klick). Nehmt hier zu Beginn am besten etwas im oberen Mittelfeld (z.B. 37 Cent als maximalen CPC), da ansonsten die Gefahr besteht, dass eure Anzeigen gar nicht ausgeliefert werden. Sollten eure Anzeigen gute Klickraten erzielen, sinkt der Preis erfahrungsgemäß nochmal deutlich nach unten. Alternativ: Ihr könnt auch OCPM wählen, das ist eine optimierte TKP-Buchung. Ich hab damit auch sehr gute Erfahrungen gemacht, allerdings sollte man hier die Budgets genau im Auge behalten, um nicht zu schnell zu viel Geld zu verbrennen, wenn die Anzeigen doch nicht gut laufen sollten.

12) Anzeigen immer im Auge behalten

Man sollte seine Anzeigen auch einfach mal laufen lassen, da die Preise im Laufe der Kampagne erfahrungsgemäß sinken. Allerdings sollte man die Budgets, CTR und Klickpreise immer im Auge behalten. Wenn eine Kampagne sich besonders schlecht entwickelt, stoppt sie und testet noch mehr Alternativen.

 

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Über den Autor

Patrick

Ich bin der Gründer der Startup Akademie und seit 2004 im Online Marketing unterwegs. Seitdem hab ich über 300 Projekte mit aufgebaut und betreut. Meine Erfahrungen teile ich hier mit anderen Gründern und Marketern. Du brauchst ein Coaching im Online Marketing? Hier kannst du mich buchen!

2 Kommentare

  • Tipp 8 (Video Play-Button über das Bild legen) habe ich in der Vergangenheit auch versucht. Facebook hat mir die Freischaltung aber verweigert, mit der Begründung das derartige „Fake-Video-Buttons“ gegen die Regeln verstoßen. Vermutlich hattest Du glück gehabt bei der Freischaltung Deiner Werbung.

    • Stimmt, mittlerweile geht das nicht mehr – war aber extrem spannend. Trotzdem kann man das für organische Posts noch immer nutzen 🙂

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