E-Mail-Kampagnen – Chance und Herausforderung zugleich

E-Mail-Kampagnen

Was macht eine gute Email-Kampagne aus und wie komme ich dahin? Diese Frage stellen sich ganz bestimmt sehr viele Marketingverantwortliche tagtäglich. Die Öffnungsrate soll möglichst hoch sein, die Klickrate super und die Ergebnisse in Form von Abverkäufen überdurchschnittlich hoch.

Soweit die Theorie, in der Praxis klappt das leider nicht immer. Warum? Weil es keinen heiligen Gral gibt, was DIE EINE beste Umsetzungsmethode ist.

Allerdings haben wir ein paar hilfreiche Tipps aus unserem Erfahrungsschatz zusammengestellt und hoffen, wir können so ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Natürlich hängt auch alles von weiteren Faktoren wie Tageszeit, Userverhalten, aktuellen Themen usw. ab. Darauf hat leider niemand Einfluss.

Schauen wir uns einige Punkte an. Wir haben die Top5 zusammengestellt, was Grundlage eines jeden E-Mail-Versandes sein sollte:

1. Fehler schon bei der Erstellung des Newsletters vermeiden!

Häufig werden die ersten Fehler schon bei der Erstellung des Werbemittels gemacht.

  • Template wird zu breit erstellt.
    Bitte achte darauf, dass du eine maximale Breite von 550 – 600 Pixel nicht überschreitest. Warum? Manche E-Mail-Provider haben ein Vorschaufenster. Wenn dieses zu schmal ist, wird dein Newsletter abgeschnitten. Ist das genau bei den wichtigen Informationen der Fall, ärgert sich der User und schaut sich den Rest vielleicht gar nicht erst an. Zudem sieht es einfach unschön aus.
  • Zu viele Grafiken und wenig Text.
    Achte zudem darauf, dass du immer genügend Text, natürlich auch mit relevanten Aussagen, in deinen Newsletter integrierst. Viele E-Mail-Provider blockieren Grafiken. Der Leser sollte aber dennoch erkennen, was der Inhalt des Newsletters ist. Der Alt-Text hinter den Bildern darf natürlich auch nicht vergessen werden. Große Grafiken beinhalten zudem die Gefahr, als Spam-Anbieter klassifiziert zu werden.
  • Zu viele Spam-Wörter verwenden.
    Sowohl in der Betreffzeile, als auch im Template, sollten keine SPAM-verdächtigen Wörter vorkommen. Das mögen E-Mail-Provider gar nicht und katapultieren die Mails direkt in den Spam-Filter. Auf die Großschreibung ganzer Wörter als auch auf Wiederholungen von Sonderzeichen (!!!, ???, ****) besser verzichten. Zudem darauf achten, dass du nicht zu viele „Verkaufswörter“ wie kostenlos, gratis, 100 % garantiert oder ähnliches in den Text aufnimmst. Ebenso zu vermeiden sind xxx, 18+, erotisch usw.., die klar auf eine pornografische Richtung hinweisen.
  • Das Werbemittel ist in Word erstellt.
    Mit Microsoft FrontPage, Word und Publisher kann man ein HTML-Dokument exportieren. Das ist aber keinesfalls empfehlenswert für HTML-Newsletter! Viele Junk Codes, die durch den Export entstehen, führen häufig zu einem Block oder einem SPAM-Verdacht. Über responsive Design kann man mit diesen Tools kaum sprechen. Verwende für die Newsletter-Erstellung einem richtigen Code-Editor. Ob du einen kostenpflichtigen oder einen kostenlosen nutzt, steht dir hierbei frei.

JavaScript im HTML Werbemittel. Ein Newsletter ist keine Webseite! JavaScript, Flash, PHP oder ähnliche Programmierungen werden nicht unterstützt. Daher besser nicht verwenden, sonst werden auch aus diesem Grund deine Mails im Spam-Ordner der E-Mail-Provider landen.

2. Unterschiede der E-Mail-Provider beachten

Aufgrund fehlender Standards der E-Mail-Provider kommt es immer wieder zu fehlerhaften Darstellungen der Mailings. Gmail und Outlook zeigen beispielsweise Bilder nicht an. Die Vorschau-Flächen sind in unterschiedlichen Größen vorhanden. Hintergrundbilder werden bei manchen Providern nicht geladen uvm.. Gerade wenn man mit CSS arbeitet, gibt es viele Style Elemente, die Provider A kann, der nächste wieder nicht.

Ein ordentliches Template zu erstellen ist eine Kunst, die Zeit erfordert, wenn man alle Faktoren berücksichtigen möchte. Daher solltest du dir Zeit nehmen.

3. Unbedingt responsive Design verwenden

Nicht nur dein Template sollte im responsive Design erstellt sein, sondern auch die Landingpage. Das ist super wichtig, denn rund 50 % aller Empfänger lesen ihre Mails mittlerweile mit dem Handy. Wenn der Leser auf der Landingpage erst einmal alles groß zoomen muss, bis er etwas lesen kann, dann sinkt die Performance sofort auf ein Minimum.

Hier eine Übersicht über die Nutzung von E-Mail-Konten in Bezug auf den Ort der Nutzung.

1und1 Auswertung
Quelle: 1&1

4. Auswahl der richtigen Versandliste

In erster Linie musst du immer in Erfahrung bringen, wie die Adressen generiert werden. Die beste Qualität haben in der Regel Adressen von echten Content-Portalen. Gewinnspieladressen sollten nur mit einem geringen Anteil vorhanden sein. Bringe den Namen der Liste des Versenders in Erfahrung, weil du so ausschließen kannst, dass es zugekauftes Inventar ist.
Gesetzlich wichtig ist natürlich, dass alle Adressen ein DOI (Double Opt-In) haben, also die Werbeeinverständnis der Newsletterempfänger.

Der Versand-Rhythmus sollte nicht zu hoch sein, denn sonst stehen die Adresseigner sehr schnell unter Spam-Verdacht und deine Mailings landen nicht im Posteingang, sondern werden gar nicht erst zugestellt. Eine gute Beratung hinsichtlich der Absenderkennung, Betreffzeile und des Templates darf hier nicht fehlen.
Qualität definiert sich hin und wieder über den Preis. Zu günstige Listen sollten dich hellhörig machen. Sie sind leider oftmals auch nicht performancestark, denn bei dem jeweiligen Anbieter kaufen dann auch viele weitere Werbetreibende ein. Der Profit ist hier nur mit Masse zu machen. Das führt wiederum zu höheren Versandintervallen und dies wiederum zu Spam-Verdacht.

5. Den Versand optimieren

Viele Werbetreibende fragen sich, wann denn nun der idealste Versandtag ist. Aus Erfahrung kann ich sagen: Den gibt es nicht! Am besten schaust du dir deine Nutzerdaten und –analysen an. Darauf kannst du es dann eventuell ein wenig abstimmen. Grundlegend solltest du immer alle vorhandenen Daten nutzen, um das Nutzerverhalten zu beurteilen und die Kampagnen danach abzustimmen.
A/B-Testings eignen sich hierfür besonders gut. So versendet man ein Mailing mit Template A und ein anderes Mailing mit Template B und der gleichen Betreffzeile. Nach dem Versand werden die Ergebnisse verglichen und das beste Template gewählt. Das Ganze kann man natürlich ebenso mit der Absenderkennung oder der Betreffzeile machen. Je mehr Erfahrungswerte du hast, umso besser ist es. Niemand wird mit den ersten Mailings direkt ins Schwarze treffen.

Sei zudem geduldig, was die Ergebnisse angeht. Heutzutage und aufgrund des Surfverhaltens von Nutzern, ist es nicht mehr so, dass man nach 2 Tagen auf aussagekräftige Ergebnisse hoffen kann. Viele Mailings werden erst nach 4 -5 Tagen überhaupt geöffnet. Viele Nutzer arbeiten den ganzen Tag und haben schlichtweg keine Zeit. Oder man erwischt sie am falschen Ort, beispielsweise im Auto, Kino oder beim Shoppen.

Erste Rückschlüsse lassen sich nach ca. 7 Tagen ziehen. Und selbst dann kann man immer noch mit ein paar Nachzüglern rechnen, die eventuell im Urlaub, auf Geschäftsreise, im Umzugsstress oder krank waren.

Wenn du diese kleinen aber feinen Tipps beachtest, dann steht einer guten und effizienten E-Mail-Kampagne nichts im Weg. Für weitere Informationen kannst du dich gerne auf unserer Seite http://www.evania-media.com umschauen.

 

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Über den Autor

Nicole Rauch

Nicole Rauch

Nicole Rauch ist seit 2001 der New Economy und der digitalen Welt verfallen. Im Oktober 2013 wechselte sie zur evania GmbH, wo sie derzeit als Head of Sales ihre Kenntnisse und Fähigkeiten einsetzt. Bei er KfW-Bank ist sie offiziell als Beraterin für Online Marketing gelistet.

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