App Store Optimization: So bekommst du +300% mehr Downloads für deine App

App Store Optimization (ASO)

In den letzten Tagen bin ich über ein sehr spannendes Video von Karsten Wysk (MobileBits GmbH) auf Venture TV (Growth Hacking Meetup) gestoßen. Dort gibt er ein paar Insights zum Thema App Downloads & App Store Optimization + der richtigen App Strategie. App Store Optimization macht eigentlich nur einen Teil des Videos aus, da es mich jedoch am meisten überrascht hat, hab ich es als Aufhänger für diesen Artikel genutzt. Die aus meiner Sicht wichtigsten Punkte hab ich euch einmal unter dem Video zusammengetragen.

1) Möglichst schnell starten

Launche die App möglichst früh, um zu lernen. Wenn sie nicht performt, kann man sie speziell bei Google Play mit einem neuen Namen hochladen und alte (möglicherweise negative) Bewertungen sind aus dem Weg geräumt. Bei Apple bekommt man für jede neu hochgeladene Version eigenständige Ratings.

2) Mehr Downloads durch App Store Optimization

App Store Optimization kann einen riesigen Uplift mit sich bringen. Die Optimierung läuft ähnlich ab wie beim SEO: Description und Title sind sehr sehr wichtig. Achtet bei der Optimierung auf die Keywords, nach denen die User suchen, die für eure App relevant sind. Diese Keywords sollten in der Beschreibung vorkommen (z.B. „Whatsapp Smileys“). Nutzt am besten die Suggest-Funktion aus dem App-Store, Google Suggest und das Google Adwords Keyword Tool für die Recherche. Im Video spricht Karsten davon, dass das Änderung der Beschreibung eine Veränderung der Downloads von 200-300% gebacht hat!

Wichtig: Keywordlisten und Spam sind verboten – schöne Fließtexte sind jedoch in Ordung! Man sollte dabei wissen, dass die Beschreibung von kaum jemandem gelesen wird. Man kann die Texte also schon mit Keywords spicken, da dies ein großer Hebel ist, bei den relevanten Keywords im App Store gefunden zu werden.

Screenshot aus dem Video:
App Store Optimization

3) In den App Stores gefeatured werden

Oft wird behauptet, dass Algorithmen vorgeben, welche Apps von Apple und Google gefeatured werden – Karsten ist sich jedoch sicher, dass es einfach eine Frage von Beziehungen ist. Lern die Leute kennen, die das entscheiden können und pflege die Beziehung zu ihnen (geh was mit ihnen saufen!). Es gibt verschiedene Wege, um gefeatured zu werden – ein Weg ist das Implementieren neuer Features: Wenn Apple etwas Neues launcht, werden direkt danach Apps gefeatured, die dies umsetzen. Sei also schnell, aber bedenke auch, das hohe Volumen an Downloads handeln zu können.

Wenn man gefeatured wird, kann das auch gern mal 100.000 Downloads am Tag bringen und damit über Hit oder Shit entscheiden – je nachdem, ob man zum Beispiel lokal oder global gefeatured wird.

4) Optimierung der Dateigröße

Das Minimieren der Dateigröße hat bei ihm in Ländern der zweiten und dritten Welt (z.B. Thailand oder Brasilien) einen sehr hohen Effekt gehabt. In Ländern der ersten Welt hat die Dateigröße hingegen keinen Einfluss. Ebenso war Bugfixing ein wichtiger Ansatzpunkt, da die Ratings sich dadurch verbessern und man deshalb auch in den Rankings nach oben klettert (v.a. bei Google Play).

5) In-App Käufe auf Landesebene

Schaut euch die Einnahmen und Ausgaben auf jeden Fall auf Landesebene an. In dem Fall merkt man z.B. zwischen den Märkten Thailand und Deutschland riesige Unterschiede – dort geben die Leute einfach deutlich weniger in der App aus. Alles in einen Topf zu werfen, könnte fatale Folgen auf den ROI haben. Zudem sollte man die User aber auch nach ihrem Verhalten clustern (z.B. nach Umsatz) und sich speziell um die 20% der User kümmern, die 80% Umsatz liefern.

6) Gute und schlechte Kampagnen

Versuche möglichst früh herauszufinden, ob es sich bei einem User um einen Heavy-User handelt mit einer deutlich höheren Customer Lifetime Value. Wenn du das schaffst, hilft es dir auch, beim Traffic-Kauf den Wert des Kanals besser einzuschätzen und die Spendings dort zu erhöhen oder zu senken.

Die Formel des Erolgs lautet: CLV (Customer Lifetime Value) > CAC (Customer Acquisition Cost)

Wenn das bei deiner App nicht zutrifft: Testen, testen, testen – am besten A/B Tests durchführen. Angebot und Preis sind hier die wichtigen Stellschrauben.

 

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Über den Autor

Patrick

Ich bin der Gründer der Startup Akademie und seit 2004 im Online Marketing unterwegs. Seitdem hab ich über 300 Projekte mit aufgebaut und betreut. Meine Erfahrungen teile ich hier mit anderen Gründern und Marketern. Du brauchst ein Coaching im Online Marketing? Hier kannst du mich buchen!

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